Erläuterungen
Energieanalysen (seit 2008):
Die Energieanalysen (ab 2008) enthalten die meteorologischen Größen Gradtagzahl, Heizgradtage, Kühlungsgradtage und

Wachtumsgradtage.
Artikel in der Wikipedia
- Gradtagzahl (VDI 2067): Unter den Gradtagzahlen versteht man die Summe der Werte zwischen der Differenz aus Außentemperatur und der Innentemperatur. Der Wert sagt etwas darüber aus, wieviel Energie benötigt wird, einen Innenraum an heißen Tagen auf einer bestimmten Temperatur zu halten. Sowohl der Grenzwert der Außentemperatur, ab der geheizt werden muss und entsprechend ab der die Zählung der Tage überhaupt beginnt (Schwellenwert), als auch die Innentemperatur sind frei wählbar.
In den Analyseblättern liegen Berechnungen für drei Hausstandards vor: GTZ15/20 (entspricht ungefähr einem ungedämmten Altbau), GTZ12/20 (entspricht ungefähr Neubauniveau) und GTZ10/20 (entspricht ungefähr einem Niedrigenergiehaus). Zum Beispiel liefert die GTZ12/20 einen Wert, der für Häuser passt, die ab einer Außentemperatur von unter 12°C Energie zugeführt bekommen müssen, um eine Innentemperatur von 20°C zu halten. Der Wert ist ein Proportionalmaß für die aufzuwendende Energie.
- Heizgradtag (VDI 3807): Bei den HGT wird lediglich der Grenzwert der Außentemperatur eingesetzt, ab der geheizt werden muss und ab der die Zählung der Tage überhaupt beginnt (Schwellenwert).
In den Analyseblättern liegen auch hier Berechnungen für drei Hausstandards vor: HGT15 (entspricht ungefähr einem ungedämmten Altbau), HGT12 (entspricht ungefähr Neubauniveau) und HGT10 (entspricht ungefähr einem Niedrigenergiehaus).
- Wachstumsgradtage: Der Wert ist ein Maß, um verschiedene phänologische Erscheinungen bei Pflanzen prognostizieren zu können. Er wird in der Landwirtschaft benutzt, um etwa Blütezeiten in Abhängigkeit von der Witterung zu berechnen. Wachstumsgradtage (WGT) werden errechnet, indem man den Durchschnitt der täglichen Minimal- (Tmin) und Maximaltemperatur (Tmax) nimmt und ihn mit einem Schwellwert (Tz) vergleicht (10°C).
Zur Einschätzung der Zahlen bekommen Sie unter dem Link eine Tabelle mit den Wachstumsgradtagen, die für bestimmte phänologische Erscheinungen ausgewählter Pflanzen nötig sind.
- solare Energie: Diese Analyse berechnet in mehreren Schritten die nutzbare Energie der Sonne. Die "Gesamtenergie" ist die Energie, die im Laufe eines Tages auf einen m² abgestrahlt wird. Die WSG berechnet die Werte über die Summe der gemessenen Strahlung mit einer Auflösung von einer Minute. Das Ergebnis wird nicht durch einen Schwellenwert wie bei der Berechnung des Sonnenscheins gefiltert und liefert auch an trüben Tagen einen signifikanten Wert.
Die "nutzbare Energie" schränkt lediglich die Gesamtenergie ein auf den Zeitraum zwischen 6 und 18 Uhr, simuliert also die exakte Südausrichtung von Kollektoren oder Photovoltaik. Deshalb sind während des Winterhalbjahres "Gesamtenergie" und "nutzbare Energie" gleich.
Um eine potentielle Energieausbeute ermitteln zu können, wurde dieser Wert nochmals auf den Wirkungsgrad reduziert: Bei Röhrenkollektoren 45 %, bei Flachkollektoren 40 % und bei der solaren Stromerzeugung 15 %.
Analysen:
Monats-, Quartals- und Jahresanalysen als
PDF. Enthalten die
wichtigsten Rohdaten und Analysewerte zusammen mit der graphischen Umsetzung:
tägliche Werte von Niederschlags- und Verdunstungssummen, Höchst- und
Tiefsttemperaturen, Schneehöhen, Luftdruck, Sonnenschein, stärkster und
mittlerer Luftbewegung des Tages, dominanter Windrichtung, maximaler und minimaler Luftfeuchtigkeit, Höchst- und Tiefstwerte des Taupunkts. Graphische Umsetzung als Klimadiagramm. Analysetabellen mit Vergleichswerten zum Vorjahr und den
langjährigen Mittelwerten von Göttingen aus den Jahren 1960 bis 1990;
Temperatur-Tage, Sonnenschein-, Wind- und Niederschlagsbilanz.
Weitere Erläuterungen zu den Messwerten finden Sie auf den Seiten unter
Station.
Berichte (nur bis 2006):
Monatsrückblick (kalendarisch) mit Auswertung der Analysedaten in Textform als
PDF.
Analysen der meteorologischen Jahreszeiten. Im Gegensatz zu den astronomischen Jahreszeiten beginnt eine Wettersaison rund drei Wochen früher.
- Winter: 1.12. – 28.02.
- Frühling: 1.03. – 30.05.
- Sommer: 1.06. – 31.08.
- Herbst: 1.09. – 30.11.
Jahresrückblick: Kurzbericht über den Witterungsverlauf eines (Kalender-) Jahres mit einer Einordnung in das langjährige
Klima Göttingens.
Diagramme (nur bis 2007):
In dieser Spalte können Sie drei verschiedene Datenkombinationen als
Diagramm (gif) abrufen:
- Hinter der Monatsangabe verbirgt sich das monatliche Standard-Klimadiagramm, in dem Temperatur, Sonnenschein, Niederschlag, Verdunstung (ET), Schneehöhen und Luftdruck graphisch in Bezug zueinander gesetzt sind.
- Wenn Sie auf "Wind" klicken, öffnet sich als Monatsdiagramm die graphische Gegenüberstellung der maximalen Tagesböen und des Luftdrucks. Ab November 2003 finden Sie als zusätzlichen Balken die mittlere Windgeschwindigkeit des Tages.
- In der Spalte "T/Tau/LF" ist die Kombination aus der Tagesmitteltemperatur, dem mittleren Taupunkt eines Tages und der mittleren täglichen Luftfeuchtigkeit zu sehen.
- Die ab November 2003 zu findenden Diagramme mit der Bezeichnung "T" vereinen die mittlere Lufttemperatur, die Bodentemperatur in 5 cm Höhe sowie die Bodentemperatur in 20 cm Tiefe innerhalb einer Grafik.
- Im "Feuchte"-Diagramm (ebenfalls ab November 2003) werden die Werte von Niederschlag, Verdunstung, Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Bodenfeuchtigkeit in 40 cm Tiefe in Beziehung gesetzt.
Das technische Equipment der Station ist seit dem 8. November 2001 im Einsatz. Dadurch stehen umfangreiche Analysen erst ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung. Diagramme und Analysen vor der Montage der
Davis-Station sind nicht so umfangreich. Im einzelnen sind in den Klimablättern folgende Primärdaten zu finden:
- seit 1. Januar 2001:
Temperatur,
Luftdruck,
Niederschlag,
Schneehöhen,
Sonnenscheindauer.
- seit 8. November 2001 erfolgen alle oben genannten Messwerte mit der
Davis Station. Zusätzlich:
Windstärke,
Windrichtung.
- seit 12. November 2001 zusätzlich:
Solarstrahlung,
Verdunstung
- seit 1. Januar 2002 zusätzlich:
Luftfeuchtigkeit
- seit März 2002 zusätzlich
Niederschlagsintensität,
dominante Windrichtung
- seit dem 26. April 2002 zusätzlich:
Taupunkt
- seit 18. Oktober 2003 zusätzlich:
Bodentemperatur
in 5 cm Höhe,
Erdbodentemperatur
in 20 cm Tiefe,
Bodenfeuchtigkeit in 40 cm Tiefe,
mittlere Windgeschwindigkeit.
- seit April 2007: Bodenfeuchtigkeit in 20 cm Tiefe