23. JuniEin kräftiger Höhenrücken hat sich über weiten Teilen Europas etabliert. Bodennah sind die Luftdruckgegensätze gering, so dass sich die Luft unter maximaler Sonneneinstrahlung des Jahres sehr stark erhitzen kann. Die berüchtigte Hitzeglocke führte bereits Anfang der Woche in Frankreich und Spanien zu flächigen Temperaturen um die 40°C. Auch in Deutschland steigen die Temperaturen in den nächsten Tagen kontinuierlich an und könnten im Oberrheingraben zu ähnlichen Werten führen.Für Göttingen rechnen die Modelle ebenfalls mit großer Hitze: Im 850 hPa-Nievau sollen nach recht einheitlichen Läufen des GFS-Modells am Sonntag mit 22°C die höchsten Temperaturen erreicht werden (Mittelwert für Ende Juni: 8°C), was bodennah bei ungehinderten Sonnenschein das Thermometer auf 36 oder 37°C steigen lassen könnte. Damit bewegt sich die anstehende Hitzewelle auf dem Nieveau der Rekordtemperaturen von 2022 (37,5°C am 20. Juli 2022). Bemerkenswert ist, dass diese Extremwerte bereits wenige Tage nach Beginn des eigentlichen Sommerbeginns auftreten. 19. JuniAm Donnerstag stieg das Thermometer erstmals in diesem Kalenderjahr auf genau 30,0°C, streng genommen gab es damit meteorologisch keinen heißen Tag. Erst am Freitag erreichten die Werte mehr als 30°C und damit das Kriterium für diesen Ereignistag. Freitagmorgen entwickelte sich (neben dem äußersten Nordosten Deutschlands) morgens inmitten geringer Bewölkung ein einzelner kreisrunder, etwa 50 km großer Schauer, der genau über uns hinwegzog und eine kleinere Menge Regen hinterließ. Diese Großwetterlage aus feuchtwarmer Subtropikluft mit einzelnen Schauern bei insgesamt freundlichem Grundcharakter setzt sich über das Wochenende hinaus fort. Lediglich die Luftmassen ändern sich allmählich mit der Verlagerung des Hochdruckkerns auf eine Position westlich von uns, so dass etwas weniger warme Luft zu uns gelangt, mit denen das Tagesmaximum ab Sonntag zunächst auf etwas unter 30°Csinkt, um sich im Laufe der Woche auf etwa 25°C einzupendeln.
|
|