10. AugustVon synoptischer Seite gibt es nicht viel Neues: Noch immer liegt die nach Norden verschobene Subtropische Hochdruckbrücke über weiten Teilen der mittleren Breiten Europas. Ausgesprochen ungemütlich ist es hingegen in vielen Bereichen Skandinaviens, vor allem in den westlichen Landesteilen Norwegens, wo derzeit die Tiefs der Polarfront gegen die Gebirge drücken und viel Regen bei einstelligen Temperaturwerten hinterlassen.Bei uns geht es weiter mit dem sinuskurvenartigen Temperaturverlauf, ab und zu dringen in die Nordhälfte Wolkenfelder. Die Woche beginnt mit einer leichten Abkühlung, am Dienstag bleibt es mit etwa 23°C sehr angenehm, bevor die Kurve wieder nach oben zeigt und es am Freitag mit 35°C wieder sehr heiß wird. 03. AugustWeite Teile Mittel-, Süd- und Westeuropas liegen derzeit unter einem ungewöhnlich weit nach Norden verschobenen Subtropenhoch. Damit hält die hochsommerliche Großwetterlage bei uns an. Das Schauerrisiko ist nur örtlich und kurzzeitig erhöht, insgesamt bleibt es deutlich zu trocken. Die Temperaturen bewegen sich in einem sinuskurvenartigen Auf-und-Ab parallel zu der leicht wellenden Bewegung zwischen den Tiefs im Norden und der Hochdruckbrücke im Süden: Anfang der Woche auf hohem Niveau gestartet gehen sie zum Ende der Woche um etwa 10 K auf 23-26°C zurück, um nach derzeitigen Modellberechnungen über das Wochenende wieder zu steigen und kommende Woche erneut die 30°C-Marke zu überschreiten.Wie viele andere Kreise meldet Göttingen akute Trockenheit. Nach einem ausreichend feuchten Winterhalbjahr sind die oberen Bodenschichten ausgetrocknet. Kurze Schauer (wie am Samstag) durchfeuchten nur die oberen Zentimeter, das Wasser erreicht damit nicht mehr den Anschluss an noch feuchte Bodentiefen ab etwa 60 cm. Das stellt auch Landwirte vor große Probleme. Beispielsweise müssen Gemüsebauern permanent bewässern. Dies ist nur mit fest installierten Bewässerungsanlagen möglich. Die mobile Bewässerung schafft es ebensowenig wie die geringen Regenfälle, die oberflächliche Feuchtigkeit mit den tieferen, noch feuchten Bodenschichten zu verbinden, wodurch der Trockenstress der Pflanzen nicht effektiv beseitigt werden kann. Seit dem 1. Juli hat es nur 32 mm geregnet. Zum Vergleich: Die sogenannte Evapotranspiration, also die simulierte Verdunstung von Boden und Vegetation unter Einbeziehung von Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit und Globalstrahlung, liegt im gleichen Zeitraum bei etwa 130 mm, der Boden hat damit in gut einem Monat etwa 100 mm Wassersäule verloren; das entspricht einer Millionen Liter Wasser pro Hektar.
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