1. MaiDer April 2026 war gegenüber dem langjährigen Mittel 1990-2020 etwa ausgeglichen, gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1969-1990 um 1,1 K zu warm. Außerdem hinterließ der Monat ein Regendefizit von etwa 14 mm, was 71 % der üblichen Menge entspricht. Wirklich außergewöhnlich war allerdings die Sonnenscheindauer, die mit etwa 240 Stunden fast zwei Drittel über dem üblichen Wert lag.Das dafür verantwortliche Hoch zieht sich nach Osten zurück. So gelangen wir kommende Woche in den Hebungsbereich eines Langwellentrogs mit einer nach Südwesten von Skandinavien über die Britischen Inseln zeigenden Achse. Diese Vorderseitenlage führt zu zunehmend unbeständigem Wetter mit mehr Wolken und bis Dienstag erhöhter Schauerneigung bei zunächst weiterhin relativ warmen Luftmassen. 28. AprilAnfang Mai erreicht die Sonne bereits eine hochsommerliche Bahn: In weiten Bereichen Skandinaviens hat die sogenannte Mitternachtsdämmerung Einzug gehalten, es wird dort bis August nicht mehr dunkel. Der südliche Rand der Mitternachtsdämmerung erreicht jetzt den Norden Jütlands und kommt noch etwa bis zum 50. Breitengrad voran. In Göttingen bleibt es ab dem 22. Mai nachts dämmrig. An klaren Tagen lässt sich das Schauspiel wunderbar beobachten und es lohnt sich ein Blick nachts nach Norden, wo bei wolkenlosem Wetter ein roter Dämmerungsstreifen am Himmel erkennbar bleibt.Noch sinkt die Sonne bei uns jedoch tiefer als 18° unter den Horizont und eine klare Nacht eignet sich weiter für ungestörte Beobachtungen der Sterne und Planeten. Die Großwetterlage begünstigt dies: Das lange Wochenende und die Walpurginsnacht im Harz finden bei sonnigem Frühlingswetter statt. Die Temperaturen bleiben zunächst unter dem langjährigen Mittel, steigen aber bis zum Wochenende im 850 hPa-Niveau von 0°C auf 10°C an. Dann könnte das Thermometer im Leinetal auf über 20°C steigen.
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