12. OktoberNach dem sehr herbstlichen Intermezzo der letzten Tage stabilisiert sich das Wetter über Mitteleuropa erneut. Zunächst baut sich eine sogenannte winkelförmige Wetterlage auf, also ein blockierendes Hoch, das sich in einem halbrunden Bogen von den Azoren bis zur Halbinsel Kola über West, Mittel- und Nordeuropa legt. Diese sichelartige Blockade hält Tiefdruckgebiete über dem nördlichen Atlantik. Wie die Panels recht übereinstimmend simulieren, entsteht in der Folge ein kräftiger Hochdruckkern über Mitteleuropa. Im Ührzeigersinn drehend führt es den folgenden Trogvorstoß über Skandinavien nach Osteuropa, so dass der nordeuopäische Teil des Keils abgebaut wird.Hochdruckgebiet gleich Sonnenschein? Leider nicht. Da ist zunächst ein kleinräumiger Trog, der zu einem Cut-off über den Britischen Inseln. Nach dem kanadischen Modell bildet er eine schmale Rinne über Westeuropa, nach dem europäischen kommt es zu einem eigenständigen Höhentief über Frankreich, dem sich auch das us-amerikanische Modell anschließt, nur dass hier das Höhentief zuvor Norddeutschland überquert. Alle drei Varianten zeigen viele Wolken am kommenden Wochenende bei (je nach Lage des Höhentiefs) sehr unterschiedlichen Regenmengen. Da das folgende Hoch mehr oder weniger direkt über uns liegen soll, geraten wir kommende Woche in einen sehr windschwachen Bereich mit Tendenz zu Hochnebel. Ob sich die Sonne durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Mehr dazu an dieser Stelle ab dem Wochenende. 05. OktoberDer meteorologische Sommer ist seit einem Monat zu Ende, am Mittwoch geht auch der mitteleuropäische Altweibersommer in die letzte Runde. Die in den letzten Tagen zonalisierte Polarfront wellt sich auf, wobei ein kurzwelliger Trogvorstoß am Donnerstag genau über Deutschland erfolgen soll und laut US-amerikanischen und europäischen Panels recht wetterwirksam werden könnte. So erwarten die meisten Läufe ergiebige Regenmengen zwischen 10 und 20 mm für Südniedersachsen, nur das kanadische Modell ist beim Niederschlag deutlich zurückhaltender. Danach stellt sich herbstliches und eher kühles Wetter ein.Im nordöstlichen Sibirien sank das Thermometer am Wochenende unter den Gefrierpunkt und wird dort bis zum kommenden April verbleiben. Im nördlichen Europa ist es noch nicht soweit, doch zeigen die Meteogramme vieler Stationen vermehrt Nachtfrost an. Der Spätsommer zieht sich Richtung Mittelmeer zurück, im norwegischen Gebirge fällt der erste Schnee.
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