17. FebruarIn Narvaghaugen auf Spitzbergen ging gestern zum ersten Mal seit dem 26. Oktober wieder die Sonne auf. Damit ist die Polarnacht auch in der nördlichsten dauerhaften Siedlung der Welt zu Ende. In den kommenden vier Wochen nimmt dort die Tageslänge um 12 Stunden zu, nach weiteren vier Wochen geht die Sonne bis Ende August nicht mehr unter.Ab heute Nachmittag sickert wieder zunehmend kältere Luft zu uns und drückt das Thermometer im Laufe der Nacht zum Mittwoch in den Frostbereich. Unbenommen vom Auf und Ab der Temperaturen macht sich auch bei uns der steigende Sonnenstand bemerkbar: Jeden Tag steigt die scheinbare Bahn der Sonne etwa um ihren von der Erde wahrgenommenen Durchmesser. Das entspricht einem Winkelgrad alle zwei Tage. Ende des Monats überschreitet die Mittagshöhe 30°, ausreichend für den Beginn der Thermiksaison, auf den die Segelflieger schon sehnsüchtig warten. Auch Wolkenfans freuen sich dann wieder über vertikale Wolkenentwicklung, die bei entsprechenden Bedingungen einen Übergang vom flachen Einheitsgrau (Stratus) zu Schönwetterwolken (Cumulus humilis) bilden. 16. FebruarDie Warmfront eines Tiefs mit Kern über der Nordsee hat uns in der Nacht zum Montag überquert, so dass die Niederschläge gegen Mittag in Regen übergingen. Die Erwärmung reicht dabei für Tauwetter in den Niederungen, insgesamt bleibt die Witterung jedoch eher spätwinterlich. Zum einen bleiben die Werte im Bergland des Harzes im Dauerfrost, zum anderen gelangt ab Mittwoch wieder kühlere und trockenere Luft zu uns. Bis Ende der Woche bleibt es dann bei zeitweise klaren Nächten und gelegentlichem Sonnenschein frostig kalt.Seit einigen Tagen zeigen die Modelle recht konsistent ab dem Wochenende den Übergang zu einer straffen Westwetterlage. Die Polarfront, die seit Jahresbeginn in einem großen Bogen bis nach Nordafrika reichte, soll dann nördlich von uns liegen und den Weg für milde Meeresluft vom Atlantik bis in den Osten Europas freigeben. Wer Frühlingsluft wittert, sei jedoch erinnert, das wir Mitte Februar den Winter vermutlich noch nicht verabschieden können.
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