14. OktoberEine antizyklonale Großwetterlage bestimmt die Witterung in den kommenden 8-10 Tagen. Wie in der Analyse vom 12. Oktober (s. unten) bereits angedeutet, ist störungsfreier "goldener Herbst" nicht immer die Folge: Nach bis zum Freitag steigender Chance auf Sonnenschein streift uns am Wochenende ein Höhentief, das vor allem in Südwestdeutschland und im Alpenraum teils ergiebige Niederschläge bringen könnte. Für Göttingen zeigen die Prognosen je nach Modell zwischen kaum messbaren und 5 Millimeter Regen. Ab Montag geraten wir am südlichen Rand eines sich über der Nordsee aufwölbenden kräftigen Höhenrückens in eine östliche Strömung. Wie meist bei dieser Wetterlage im Herbst liegen Tage mit (Hoch-) Nebel bei feucht-kühlen Temperaturen und warmer Sonnenschein dicht beeinander.12. OktoberNach dem sehr herbstlichen Intermezzo der letzten Tage stabilisiert sich das Wetter über Mitteleuropa erneut. Zunächst baut sich eine sogenannte winkelförmige Wetterlage auf, also ein blockierendes Hoch, das sich in einem halbrunden Bogen von den Azoren bis zur Halbinsel Kola über West, Mittel- und Nordeuropa legt. Diese sichelartige Blockade hält Tiefdruckgebiete über dem nördlichen Atlantik. Wie die Panels recht übereinstimmend simulieren, entsteht in der Folge ein kräftiger Hochdruckkern über Mitteleuropa. Im Ührzeigersinn drehend führt es den folgenden Trogvorstoß über Skandinavien nach Osteuropa, so dass der nordeuopäische Teil des Keils abgebaut wird.Hochdruckgebiet gleich Sonnenschein? Leider nicht. Da ist zunächst ein kleinräumiger Trog, der zu einem Cut-off über den Britischen Inseln führt. Nach dem kanadischen Modell bildet er eine schmale Rinne über Westeuropa, nach dem europäischen kommt es zu einem eigenständigen Höhentief über Frankreich, dem sich auch das us-amerikanische Modell anschließt, nur dass hier das Höhentief zuvor Norddeutschland überquert. Alle drei Varianten zeigen viele Wolken am kommenden Wochenende bei (je nach Lage des Höhentiefs) sehr unterschiedlichen Regenmengen. Da das folgende Hoch mehr oder weniger direkt über uns liegen soll, geraten wir kommende Woche in einen sehr windschwachen Bereich mit Tendenz zu Hochnebel. Ob sich die Sonne durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Mehr dazu an dieser Stelle ab dem Wochenende.
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