18. FebruarAm Mittwoch ist der Frost zurückgekehrt und hält uns bis Freitag im Griff. Erneut sind die Temperaturunterschiede in Deutschland erheblich und trennen einen milden Südwesten von einem kalten Nordosten. Bis heute haben sich die Abweichungen des Montas gegenüber dem langjährigen Referenzwert auf -3,3 K in Vorpommern bis +2,9 K am Oberrhein aufsummiert. Göttingen weist als Ort in der Mitte Deutschlands eine nahezu ausgeglichene Temperaturbilanz vor.Ab Freitag dringt dann mit einer deutlichen Umstellung der Großwetterlage sehr milde Luft bis zur Ostsee vor und führt zu Tauwetter in allen Lagen der Mittelgebirge. Einhergehend beruhigt sich das Wetter auf der Iberischen Halbinsel und macht dort dem Vorfrühling Platz, während sich ein neuer Niederschlangsschwerpunkt im östlichen Mittelmeer etabliert und von der Adria bis Zypern für unbeständiges Wetter sorgt. 17. FebruarIn Narvaghaugen auf Spitzbergen ging gestern zum ersten Mal seit dem 26. Oktober wieder die Sonne auf. Damit ist die Polarnacht auch in der nördlichsten dauerhaften Siedlung der Welt zu Ende. In den kommenden vier Wochen nimmt dort die Tageslänge um 12 Stunden zu, nach weiteren vier Wochen geht die Sonne bis Ende August nicht mehr unter.Ab heute Nachmittag sickert wieder zunehmend kältere Luft zu uns und drückt das Thermometer im Laufe der Nacht zum Mittwoch in den Frostbereich. Unbenommen vom Auf und Ab der Temperaturen macht sich auch bei uns der steigende Sonnenstand bemerkbar: Jeden Tag steigt die scheinbare Bahn der Sonne etwa um ihren von der Erde wahrgenommenen Durchmesser. Das entspricht einem Winkelgrad alle zwei Tage. Ende des Monats überschreitet die Mittagshöhe 30°, ausreichend für den Beginn der Thermiksaison, auf den die Segelflieger schon sehnsüchtig warten. Auch Wolkenfans freuen sich dann wieder über vertikale Wolkenentwicklung, die bei entsprechenden Bedingungen einen Übergang vom flachen Einheitsgrau (Stratus) zu Schönwetterwolken (Cumulus humilis) bilden.
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