25. AprilAm Rande eines langgestreckten Trogs, der von Spitzbergen über Skandinavien bis zum Schwarzen Meer reicht, liegen wir im Übergangsbereich zu einem westeuropäischen Hochdruckgebiet mit Kern über den Britischen Inseln in einer nördlichen Strömung. Im Laufe der vergangenen Woche war die kühle Luft mit Taupunktwerten um den Gefrierpunkt sehr trocken, am Donnerstag sank das Hygrometer auf 28 % realtive Luftfeuchte. Ab Freitag sickerte dann über die Nordsee feuchtere Luft zu uns, teilweise schob sich eine von der Nordsee bis zu den Mittelgebirgen festliegende Hochnebeldecke bis Göttingen vor.Kommende Woche bleibt die großräumige Konstellation erhalten, wobei sich der Trog zunächst leicht nach Westen verschiebt, bevor die Simulationen ab Mittwoch von einer Osterverlagerung ausgehen. Nach einem recht sonnigen Wochenende mit weiterhin verhaltenen Temperaturen wird es Mitte der Woche nochmals unbeständig, bevor sich zum langen Wochenende warmes Frühlingswetter andeutet. 20. AprilIn den letzten Tagen hat sich über dem Nordpolarmeer hoher Luftdruck etabliert. Als langestreckter Keil sorgt er unter langsamer Verlagerung nach Südosten für steigenden Luftdruck auch über Westeuropa. Anders als letzte Woche simuliert hält der Höhenrücken den osteuropäischen Trog etwas weiter auf Abstand, so dass sich bei uns zunehmend die Sonne durchsetzen wird. Allerdings bleiben die Temperaturen durch die vorherrschende nördliche Höhenströmung verhalten. Leider steigt in der kühlen Luft bei klaren Nächten wieder das Frostrisiko. Während die Modelle Frühtermperaturen von knapp über 0°C vorhersagen, zeigt die Erfahrung, dass das Obere Leinetal als Kaltluftsee zwischen Harz und Solling ein erhöhtes Spätfrostrisiko birgt. Die Obstbaumblüte und das Frühgemüse bleiben also gefährdet.
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