26. JuliDie Großwetterlage stellt sich um: Lag in den letzten Wochen ein Hoch bei den Britischen Inseln und ein Tief über Südskandinavien und dem Baltikum, dreht sich die Lage nun um. Der Trogvorstoß über dem Nordatlantik hinterlässt in den kommenden Tagen ein eigenständiges Tief irgendwo zwischen Island und den Britischen Inseln, das große Teile Mittel- und Westeuropas unter eine südwestliche Höhenströmung bringt. Mit ihr gelangen zunehmend wärmere, später auch heiße Luftmassen bis nach Deutschland. Das GFS-Ensemble zeigt für Ende der Woche im 850 hPa-Niveau ein Mittel von 22°C mit Spitzenwerten bis 25°C, was bei ungehinderter Sonneneinstrahlung Bodenwerten von 35°C bis nahe 40°C entspricht. Im Gegensatz zu den Panels von Freitag gehen die Simulationen nun aber von einem baldigen Rückgang der Temperaturen auf hochsommerliche, aber nicht mehr extreme Temperaturen von 30 für die darauffolgende Zeit aus.Die hohen Temperaturen werden im Vergleich zur letzten Hitzewelle die Natur in hohem Maß belasten, da die Böden mittlerweile bis 50 cm Tiefe nahezu ausgetrocknet sind. Das führt zu starkem Hitzestress bei den Pflanzen, da die Verdunstung über die Blätter nicht mehr durch die Wasseraufnahme über die Wurzeln kompensiert werden kann. Dies kann zu einem vorzeitigen Welken der Blätter führen. Im Gegensatz zum herbstlichen Blattwurf ziehen die Pflanzen bei diesem Schutzmechanismus nicht mehr die Nährstoffe aus dem absterbenden Blattwerk, so dass die mehrjährigen Pflanzen geschwächt in die neue Saison gehen. 23. JuliÜber Skandinavien liegt ein Tief, das uns zum Wochenwechsel im Griff haben wird. Für die mittelfristige Synoptik ist allerdings die Entwicklung über der Südspitze Grönlands spannend. Dort vereint sich ein neufundländisches Höhentief mit dem als Dipol vorliegenden Skandinavientief und sorgt für einen kräftigen Trovorstoß über dem östlichen Atlantik. Dabei gelangt der Westen und die Mitte Europas auf die Vorderseite, mit der ab Dienstag zunehmend wärmere Luft zu uns gelangt, die sich zu einer erneuten Hitzewelle ausweiten könnte.Bis es aber soweit ist, stehen uns noch zwei recht freundliche Zwischenhochtage am Freitag und Samstag und zwei eher unbeständige Tage am Sonntag und Montag bevor. Die größte Regenwahrscheinlichkeit deutet sich für Sonntag an, über die Mengen sind sich die Modelle sehr uneinig.
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