17. JuniBei uns hat sich die großräumige Strömung komplett umgestellt und eine hochsommerliche Wetterlage etabliert. Dabei gerät der größte Teil Europas unter den Einfluss eines Höhenkeils in eine zunächst südwestliche Strömung, mit der vorübergehend subtropische Luft angezapft wird. So steigt auch in Göttingen das Thermometer am Wochenende auf über 30°C.Bereits zu Beginn der neuen Woche zonalisiert sich die Strömung. Dann liegt der gesamte Süden und die Mitte unter einem breiten Höhenrücken in einem strömungsarmen Bereich. Die Temperaturen pendeln sich auf einem recht angenehmen Niveau um die 25°C ein. 13. JuniDer Juni zeichnete sich bisher vor allem durch seine außergewöhnlich geringe Sonnenscheindauer aus. Die etwa 50 Sonnenstunden der ersten 12 Tage liegen auf dem Niveau der Monatssummen im Januar oder Februar. Das schlägt zwar aufs Gemüt, die Natur hat damit allerdings kein Problem. Im Gegenteil: Der feuchte Boden, die gemäßigten Temperaturen und die geringere Verdunstung sind eher günstige Faktoren für Pflanzen und Tiere. Erst im finalen Reifeprozess vieler Früchte hilft die Sonne bei der Bildung von Süße und Aroma, wie etwa bei Trauben.Für die weitere Entwicklung des Wetters in Mitteleuropa spielt ein derzeit eigenständiger Wirbel über dem Nordatlantik die entscheidende Rolle: Nach übereinstimmenden Prognosen wird sich dieser mit dem bisher über Skandinavien festsitzenden Trog verbinden und zu einer erheblichen Westverlagerung der großflächigen Strömung führen, so dass wir kommende Woche auf der sich aufsteilenden Vorderseite in den Bereich subtropischer Warmluft kommen. Ab Dienstag steigen die Temperaturen allmählich und könnten am kommenden Wochenende auch in Göttingen die 30°C-Marke überschreiten.
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