28. MaiEin Hoch mit Zentrum über Mitteleuropa sorgt in weiten Teilen Mittel-, West- und Südeuropas für nahezu wolkenloses Wetter. Der lange sehr ortsfeste Kern, eine große Fläche mit geringem Luftdruckgradient (und entsprechend windschwachen Tagen), der hohe Sonnenstand und die kurzen Nächte sind die Faktoren, die Voraussetzung für die Entstehung einer extremen Hitzeglocke sind, wie vom 25. bis 30. Juni 2021 in Kanada. In Regionen wie Bordeaux und Nouvelle-Aquitaine wurden bis zu 36,4°C gemessen. In La Trimouille (Vienne) wurden sogar lokale Höchstwerte von 39,3°C erreicht. Sogar in London stieg das Thermometer auf mehr als 35°C.In Göttingen haben wir einen heißen Tag knapp verpasst (29,2°C), dannach floß mit einer nördlichen Strömung ab Donnerstag kühlere Luft zu uns. Das Hochdruckgebiet zieht sich nun auf den Atlantik zurück. So kommen wir in den Hebungsbereich schwacher Tiefs, auf deren Vorderseite in einer weiterhin strömungsschwachen Zone Schauer und Gewitter entstehen, die auch bei uns für einige Millimeter Regen sorgen könnten. Bei leicht wechselhaftem Charakter mit einem Sonne-Wolken-Mix und mäßig warmen Temperaturen erwarten die Modelle recht typisches Wetter für Ende Mai. 20. MaiMit nochmals 13 mm Regen am Mittwoch geht eine 10-tägige unbeständige Witterungsperiode zu Ende. Am Donnerstag könnte es letzte leichte Schauer geben, dann steht einem sonnigen und warmen Pfingswochenende nichts mehr im Weg. Die Großwetterlage hat etwa 60 mm Regen in der Bilanz hinterlassen. Besonders im Mai ist Regen für die Natur von besonderer Bedeutung: Die Pflanzen keimen und blühen, der Fruchtansatz bildet sich, Jungpflanzen wurzeln zunächst nur oberflächlich. Tiefere Bodenschichten speichern das Wasser für trockenere Phasen im Sommer, in denen auch Regen die Verdunstung zumeist nicht ganz ausgleichen kann.Die kommende Großwetterlage wird durch ein Hoch über Mitteleuropa bestimmt. Bis zum 29. Mai liegen die Läufe dicht beieinander und simulieren 850-haPa-Werte zwischen 10 und 15°C, ausreichend für Sommertage mit 25°C in Göttingen. Ab Donnerstag sinkt in Göttingen die Sonne nicht mehr tiefer als 18° unter den Horizont und für zwei Monate bleibt es auch nachts leicht dämmrig. Dabei lohnt sich ein regelmäßiger Blick nach Norden, um die sogenannten leuchtenden Nachtwolken nicht zu verpassen, ein seltenes aber ziemlich beeindruckendes Schauspiel am nächtlichen Himmel, das hohe, von der Sonne direkt angestrahlte Wolken zeigt. Sichtbar in einem exklusiven schmalen Streifen mit anhaltender astronomischer Dämmerung.
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