7. MaiNach einigen sehr trüben und regenreichen Tagen zeigen die Läufe der großen Wetterinstitute recht übereinstimmend eine anhaltend unbeständige Phase für weite Teile Nord-, Mittel und Westeuropas. Ausgenommen ist eine vorderseitige Wetterberuhigung zum Wochenende mit recht angenehmen Temperaturen. In der kommenden Woche liegen die Läufe dicht beieinander und simulieren eine ausgesprochen kühle Großwetterlage mit 850-hPa Werten um oder wenig über dem Gefrierpunkt, also etwa 5 K unterhalb des für die Jahreszeit üblichen Niveaus. Ab Montag deutet sich also wolkenreiches Regenwetter an mit Tageshöchstwerten vermutlich unter 15°C.5. MaiAm Rande eines langgestreckten Tiefs mit Schwerpunkt über Schottland hat sich an der Ostseite der Trogachse über Deutschland ein markanter Temperaturgradient entwickelt, der sich über der Mitte des Landes festfährt. An der Luftmassengrenze können sich anhaltende Niederschläge entwickeln. Den zeitlichen Schwerpunkt simulieren die Modelle recht einheitlich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Laut GFS kommen dabei Regenhöhen zwischen 25 und 35 mm zusammen. Die streubreite der Ensembles ist auch einen Tag vor dem Ereignis mit einer Spanne von 5 bis knapp 40 mm noch sehr breit.Anders als im Winter kann die Natur mit diesen Summen im Mai gut umgehen: Die Böden sind offen, die Vegetationsperiode hat begonnen und auch die meisten Äcker (außer Zuckerrüben und Mais) sind von Feldfrüchten durchwurzelt. Die Böden sind nach der sonnigen Phase der letzten Wochen in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen, zumal sie nicht ausgetrocknet sind. Für die meisten erfreulich ist, dass der im Frühjahr so dringen gebrauchte Regen überwiegend nachts und innerhalb der Arbeitswoche fällt. Zum Wochenende zeichnet sich wieder freundlicheres Wetter ab.
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